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 Anmeldungsdatum : 25 Nov 2007 Beiträge : 313
 | Thema: rezession und krise ohne ende?? So Feb 17, 2008 9:35 am | |
| Indizes US-Aktienmarkt vor schweren Zeiten 13. Februar 2008 , Stefan Böhm in Indizes
Kine Frage: Die Krise am US-Immobilienmarkt hat sich mittlerweile in der Finanzindustrie verfestigt und viele Anleger auf dem falschen Fuß erwischt. Nun droht auch noch eine Rezession in den USA mit all ihren negativen Auswirkungen auf Konjunktur, Beschäftigung und Unternehmensgewinne. Die letzten Konjunkturindikatoren waren schlecht, so dass inzwischen kaum noch jemand daran zweifelt, dass eine Rezession in den USA zumindest 2008 kommen wird.
Anleiheversicherer: Der nächste Dominostein Dabei kann man inzwischen gut sehen, wie die einzelnen Dominosteine fallen. Nach den Immobilienfinanzierern und Baufirmen kamen die Investmentbanken an die Reihe. Nun wackeln auch die Anleiheversicherer. Die an sich kleine Branche sitzt im Zentrum der Finanzindustrie. Hierzulande kaum bekannte Firmen wie MBIA oder Ambac versichern Anleihen gegen Kreditausfälle. Im Raum steht eine gigantische Zahl von zwei Billionen US-Dollar, die auf diese Weise abgesichert sind. Dadurch dass auch strukturierte Finanzprodukte und CDOs wie auch Kreditderivate versichert wurden, stehen die Anleiheversicherer nun selbst vor einem Scherbenhaufen. Denn viele der versicherten Schuldtitel sind mit Forderungen aus dem US-Hypothekenmarkt abgesichert. Dass dies eine bereits tickende Zeitbombe ist, haben jetzt auch die Ratingagenturen erkannt – nachdem die Aktien der betroffenen Firmen bereits um bis zu 80 Prozent seit Herbst 2007 eingebrochen sind. Nun wollen die Ratingagenturen den Anleiheversicherern das Bonitätssiegel entziehen, weil deren Kapitaldecke bei weitem nicht ausreicht, um die steigenden Zahlungsausfälle zu kompensieren.
Banken vor nächster Abschreibungsrunde Sollte dies so geschehen, wäre dies nicht nur für die Versicherer ein Fiasko. Auch auf Banken wie die Citigroup oder auch die UBS, Deutsche Bank und andere kämen dann neue Abschreibungen in Milliardenhöhe zu, denn dann könnten diese Banken ihre Risiken aus der US-Hypothekenkrise, die nach wie vor in den Büchern stehen, nicht mehr „weghedgen“. Die Folge wäre eine weitere Verschärfung der Kreditvergabe mit nochmals negativen Folgen für die Realwirtschaft. Die konsumabhängige US-Wirtschaft dürfte davon besonders betroffen sein. Zwar sind derzeit Rettungsversuche für die Bondversicherer im Gange. Neben einer staatlichen Lösung gibt es auch Bestrebungen, dass die Banken mit Milliardenspritzen einspringen und die Bondversicherer retten. Doch so oder so: Der Ausgang ist offen und von gut bis schlecht ist alles möglich.
S&P durchbricht langfristigen Abwärtstrend Sollte es mit den Anleiheversicherern weiter bergab gehen, dann wird sich dies auch am breiten Aktienmarkt negativ widerspiegeln. Der S&P-500 Index dürfte dann kaum noch zu halten sein. Schon jetzt wurde mit dem Bruch des langfristigen Aufwärtstrends ein negatives Chartsignal generiert, das sich zuvor bereits mit dem Scheitern an den Hochs aus dem Jahr 2000 im Bereich von 1.550/1.570 Punkten angekündigt hat. Aus charttechnischer Sicht muss daher mit weiteren Kursverlusten beim Stanpoor gerechnet werden. Auch ein anderer Grund dürfte den Aktienmarkt belasten. Obwohl die USA der Ausgangspunkt und das Zentrum der Krise waren bzw. sind, hat sich der US-Markt paradoxerweise vergleichsweise am besten behauptet. Dies dürfte auf die Zinssenkungen der Fed zurückzuführen sein. Die Zinsphantasie ist inzwischen jedoch weitgehend aus dem Markt entwichen. Nicht wenige Gründe sprechen daher für einen weiteren Kursrückgang am US-Aktienmarkt.
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